Sie sind hier: Home / Schulverwaltung / Schulprogramm
DeutschEnglishFrancais
9.2.2012 : 0:22 : +0100

Schulverwaltung

SCHULPROGRAMM DER WALD-GRUNDSCHULE BERLIN

  

Übersicht

1. Schulspezifische Rahmenbedingungen

1.1. Standort und Name
1.2. Tradition / Geschichte
1.3. Schuleinzugsbereich
1.4. Die Schule in Zahlen
1.4.1. Schülerinnen und Schüler
1.4.2. Lehrkräfte und pädagogisches Personal
1.4.3. Gelände und Räumlichkeiten
1.4.4. Freundeskreis der Wald-Grundschule
1.4.5. Unterrichtsausfallstatistik
1.5. Teilnahme an Wettbewerben/
Kooperationen mit außerschulischen Institutionen
1.6. Regelmäßige Veranstaltungen und Termine /
Schülerzeitung Waldpost
1.7. Arbeitsgemeinschaften (siehe Anlage)
1.8. PC-Ausstattung

2. Besonderheiten der Schule / Organisation des Unterrichts
2.1. Früher Fremdsprachenbeginn ab Klasse 1
2.2. Sportbetonung / Schwimmen ab Klasse 1
2.3. Schulgarten
2.4. Schwerpunktbildung in den Klasse 5 und 6
2.5. Äußere Differenzierung in den Klasse 5 und 6
2.6. Förderkonzept
2.6.1. Voraussetzung
2.6.2. Beratung sonderpädagogischer Schwerpunkt
2.6.3. Organisatorische Maßnahmen / Einsatz Förderstunden
2.6.4. Einsatz der Erzieherinnen und Erzieher
2.6.5. Äußere Differenzierung
2.7. Waldschulnachmittag / offener Ganztagsbereich
2.8. Schülerfahrten (u.a. Skifahrten, Schüleraustausch mit Zielona Gora) 14


3. Bestandsanalyse der Qualität der schulischen Prozesse
3.1. Bestandsanalyse vom Juni 2005
3.1.1 Schulische Daten zu erzielten Ergebnissen der Schülerinnen und Schüler
3.1.2. Ergebnisse der Orientierungsarbeiten (Klasse 2) aus 2005 3.1.3. Ergebnisse der Vergleichsarbeiten (Klasse 4) aus 2005
3.2. Ist-Zustand in den Bereichen
3.2.1. Unterrichtsentwicklung
3.2.2. Organisationsentwicklung
3.2.3. Personalentwicklung
3.2.4. Erziehung und Schulleben

4. Leitbild der Wald-Grundschule

5. Entwicklungsvorhaben und Ziele
5.1. Personalentwicklungskonzept

Anlage
Teil A
Teil B
Teil C

5.2. Unterrichtsentwicklung (Schulgarten) Anlage

6. Zeit- und Maßnahmenplan für die Realisierung der Entwicklungsvorhaben

7. Pädagogische und organisatorische Schwerpunktsetzungen

8. Interne und externe Evaluation

Anhang:

  • Arbeitsgemeinschaften im Schuljahr 2005/2006
  • Fragebögen zur internen Evaluation
  • ausführliches, beispielhaftes Konzept zum Schulgarten
  • Kommunikation zwischen Schule/Elternhaus

 

Vorwort

Die alte Volksweisheit „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“ erhält an-gesichts der rasanten Entwicklung eine ganz neue Bedeutung. Heute könnte man sa-gen: „Hänschen muss lernen, damit Hans weiterlernen kann“. (Bundespräsident Rau auf dem 1. Kongress des Forum Bildung am 14.07.2000 in Berlin).

Dieses Zitat des ehemaligen Bundespräsidenten zeigt ganz besonders die Bedeutung der Grundschule mit der ständigen Aufgabe der Weiterentwicklung der Schulqualität durch professionelles Handeln im Schulleben und Unterricht auf.

Das entscheidende Instrument dafür ist das Schulprogramm, das innerhalb eines Pro-zesses von zwei Jahren unter Beteiligung aller am Schulleben Beteiligter von der Wald-Grundschule fertig gestellt wurde. Die Wald-Grundschule stellt hier die Ziele und Maßnahmen bezüglich ihrer Erziehungs- und Bildungsaufgaben dar.

Bei der Entwicklung ist die inzwischen über 100-jährige Tradition der Wald-Grundschule, mit ihren vielen pädagogischen Profilen und organisatorischen Beson-derheiten nach dem Prinzip „Neues entwickeln und Bewährtes mitnehmen“ als Grund-lage für das nun in der 1. Fassung vorliegende Schulprogramm zu sehen.

1. Schulspezifische Rahmenbedingungen


1.1. Standort und Name

Die Wald-Grundschule liegt im westlichen Teil des Bezirkes Charlottenburg-Wilmersdorf in der Waldschulallee, am Rande des Grunewaldes. Sie ist Teil der Siedlungen Heerstraße und Eichkamp. Mit dem öffentlichen Nahverkehr ist die Schule gut zu erreichen. Sie befindet sich in der Nähe der S-Bahnhöfe Heerstraße und Eichkamp (Messe Süd). Die Wald-Grundschule ist auf sechs pavillonartige Schulgebäude verteilt. Zur Schule gehören eine große Sporthalle, ein Abenteuer-spielplatz, ein Schulgarten mit Teich, zwei Bolz-, Fußballplätze, zwei Freiluftklas-sen, mehrere kleine Spielplätze und eine eigene Schulbibliothek. Die Schule um-fasst eine Fläche von 33.000 m².


1.2. Tradition und Geschichte

Als erste dieser Art von Schulen in Deutschland wurde am 9. August 1904 auf ei-nem ca. 1,5 ha großen Gelände in Neu-Westend für 95 schwächliche, ärztlich zu betreuende Kinder eine Waldschule eröffnet. Streng genommen war die Waldschule also eine Erholungsstätte für kranke Gemeindeschulkinder, für die der 4-5 stündige Unterricht in normalen Schulklassen zu anstrengend war, die aber nicht in dem Grad leidend waren, dass sie gänzlich vom Unterricht befreit werden mussten. In der Waldschule konnten sich die Kinder in der freien Natur erholen und durch Bewegung, gute Ernährung und Hygiene gesund werden. Der Lehrplan war identisch mit dem der öffentlichen Gemeindeschulen, allerdings gehörten Sport und Spiel, Ruhephasen im eigenen Liegestuhl und Theaterspiel zum Unterrichtsprogramm. Die reformpädagogischen Ansätze dieser Jahre wurden weitergeführt, als die Waldschule um 1910 ihren alten Standort verließ und auf das heutige Gelände übersiedelte. Aus der damaligen Waldschule, später Wald-Volksschule entstand im Jahre 1954 die Wald-Grundschule mit eigenem Einzugsgebiet. Mitte der siebziger Jahre begannen umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen. Die Wald-Grundschule bestand aus 5 Pavillons, einem Verwaltungsgebäude, einer neuen Turnhalle und dem einzigartigen 33.000 m² großen Waldgelände. Es begann die Zeit intensivster pädagogischer Arbeit und entsprechender Profilierungen.


1.3 Schuleinzugsbereich

Verkehrsanbindungen: S 75 und S9/Heerstraße

Bus M49 und X34

Einzugsbereich:

(Markierung nach Straßen, Plätzen, u.a.)

Norden - Heerstraße

Osten - Messedamm / Masurenallee

Süden - Dauerwaldweg, Eichkampstraße

Westen - Postfenn teilweise

1.4 Die Schule in Zahlen

1.4.1. Schülerinnen und Schüler

Im Schuljahr 2005/2006 besuchten 501 Schülerinnen und Schüler die Wald-Grundschule (256 Mädchen und 245 Jungen). Die Durchschnittsfrequenz der Klassen lag bei 26,3 Schülerinnen und Schüler.

Der Anteil von Kindern nichtdeutscher Herkunft betrug 6,8 %. Es gab im Schuljahr 2005/2006 keine Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbe-darf. Die große Mehrheit der Kinder entstammt bildungsnahen Elternhäusern, die im Einzugsbereich der Schule in den Siedlungen Eichkamp und Heerstraße woh-nen. Aber auch aus den Stadtteilen Westend und Grunewald sowie aus dem Ge-samtbezirk Charlottenburg-Wilmersdorf besuchen Schülerinnen und Schüler die Wald-Grundschule.

In diesem Schuljahr konnten folgende Empfehlungen für den Übergang zur Ober-schule ausgesprochen werden:

Von 82 Sechst-Klässlern erhielten:

- 59 eine Gymnasialempfehlung

- 18 eine Realschulempfehlung

- 5 eine Hauptschulempfehlung

Viele Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen wechseln ab der 7. Klasse zur be-nachbarten Wald-Oberschule (Gymnasium) oder in die umliegenden Gymnasien (Herder-Gymnasium und Hoeppner Gymnasium).


1.4.2. Die Lehrkräfte

Schulleiter und Konrektorin

- 29 Kolleginnen und Kollegen

- 11 Erzieherinnen und Erzieher

- 3 Religionslehrerinnen

- 1 Referendar

- 1 Schulsekretärin

- 1 Schulhausmeister


Altersstruktur

Alter 25-30 30-40 40-45 45-50 50-55 55-60 60 (+)

L 2 6 4 7 7 1 2

E 8 2 1

Altersdurchschnitt: 43,7



Fächerkombinationen

Dsp D Ma E Bio Bk Sp G Ek Mus Frz.

1 6 2 4 4 5 5 1 2 3 1


1.4.3. Gelände und Räumlichkeiten

An der Wald-Grundschule befinden sich:

- 27 Klassenräume

- 2 Lehrküchen

- 1 Speiseraum

- 1 Computerraum

- 1 BK Raum

- 1 Musikraum

- 1 TNU Raum

- 1 Englisch Clubroom

- 2 kleine Teilungsräume

- 1 kleiner Computerraum

- 1 Bibliothek

Das Gelände der Wald-Grundschule umfasst 33.000 m²:

- 1 Abenteuerspielplatz

- 2 kleine Spielplätze

- 2 Fußballplätze

- 1 Großschaukel

- 4 Tischtennisplatten

- 6 Basketballkörbe

- 1 Kletterwand

- 1 Weitsprunganlage

- Schulgarten mit Teich

- 1 Brunnen (Ruheoase)

- Freiluftklassen

- Sitzbänke

- Fahrradständer

- Schaukästen

- Wetterstation

- Papiersammelstelle


1.4.4. Freundeskreis

Der Freundeskreis der Wald-Grundschule wurde vor 42 Jahren von engagierten Eltern gegründet. Seitdem hat sich dieser Freundeskreis durch all die Jahre - mit wechselnder Besetzung - bis heute zu einer festen Institution in der Wald-Grundschule entwickelt. Von Beginn an unterstützten die ausschließlich ehrenamt-lichen Mitglieder tatkräftig und mit viel finanziellem und sozialem Engagement alle schulischen Aktivitäten. Die Beschaffung und die Bereitstellung finanzieller und sachlicher Mittel für die Ausstattung der Schulfeste und Schulaufführungen sind eines der Hauptziele gemeinsam mit der finanziellen “Aufpolsterung“ von Klassen-fahrten. Weitere Schwerpunkte waren noch bis vor ca. 10 Jahren besonders die Bereiche Sport und Musik. Es konnten viele Anträge auf zusätzliche Sportgeräte, wie Fußballtore und Basketballkörbe sowie die Anschaffung von Musikinstrumen-ten bewilligt und realisiert werden. Heute, im Jahr 2006, erstrecken sich die Aktivi-täten des Freundeskreises aufgrund der gegenwärtigen Haushaltslage unserer Stadt auch auf die Bereitstellung des Grundbedarfs an neuen Lehr- und Lernmit-teln einerseits und auf die Erschließung von neuen Potentialen andererseits, um ein kluges Heranführen der Kinder - und uns selbst - an die sich gegenwärtig ver-ändernden Lebens- und Arbeitsbedingungen zu ermöglichen. Nach wie vor ist der Freundeskreis der Wald-Grundschule bemüht, weitere Mitglieder und Sponsoren zu werben, damit dringend benötigte Anschaffungen gemacht werden können. Der Freundeskreis braucht viele engagierte Menschen.


1.4.5. Unterrichtsausfallstatistik

Der Unterrichtsausfall im Schuljahr 2005/2006 lag bei 0,9%.


1.5 Die Teilnahme an Wettbewerben/ Kooperation mit außerschulischen

Institutionen

Die Wald-Grundschule als sportbetonte Grundschule nimmt regelmäßig an den Sportwettkämpfen der Berliner Schulen teil. Zusätzlich führt die Schule einmal im Jahr einen schulinternen Waldlauf und jahrgangsübergreifende Sportfeste durch.

Der Vorlesewettbewerb, die Mathematikolympiade und die Teilnahme an künstleri-schen Wettbewerben gehören zum festen Bestandteil der Schule. Die Schule hat sich in den letzten Jahren stark nach außen geöffnet und kooperiert z. Zt. mit fol-genden außerschulischen Institutionen:

- Die Computerbildung Berlin (CBB) bietet für Schülerinnen und Schüler in der Schule Computerlernkurse an und zeigt sich verantwortlich für die Pflege und Wartung des Computerraums.

- Mit der benachbarten Wald-Oberschule (Gymnasium) erfolgt ein stetiger fachli-cher Austausch. Die gute Kooperation zeigt sich weiterhin im personellen Be-reich, im Schuljahr 2005/ 2006 unterrichteten Latein-, Naturwissenschafts- und Sportlehrer des Gymnasiums an der Wald-Grundschule.

- Die Jugendbibliothek Charlottenburg-Wilmersdorf wird regelmäßig von allen Klassen der Schule genutzt.

- Besonders ausgeprägt ist die außerschulische Kooperation mit Sportvereinen:




o Wasserfreunde Spandau 04: Schwimmen ab Klasse 1

o SC Charlottenburg: Hockey AG

Leichtathletik AG

Tennis am Nachmittag und

Konditionstraining

o SC Brandenburg: Tennis- Arbeitsgemeinschaft

o Hertha BSC: Fußball AG

Eine weitere außerschulische Kooperation besteht im musikalischen Bereich mit schulinternen Fachmusikern, die Musikunterricht an ausgewählten Instrumenten am Nachmittag für die Waldschüler anbieten.


1.6 Regelmäßige Veranstaltungen und Termine/ Schülerzeitung

Waldpost

Im Laufe eines Schuljahres haben sich folgende regelmäßige Veranstaltungen und Aktivitäten an der Wald-Grundschule etabliert:

- Einschulungsfeier für die Schulanfänger im August

- Herbst-Pflanzfest im September mit Gartenarbeit und Verschönerung des Ge-ländes

- Weihnachtssingen mit allen am Schulleben Beteiligten am letzten Schultag im Jahr

- Projektwoche im Frühjahr vor den Osterferien

- Musiknachmittag mit allen Schülerinnen und Schülern im Juni

- Schüler- und Schülerinnendisco am letzten Wochenende vor den Sommerfe-rien

- Sommerparty des Freundeskreises für alle Erwachsenen

- Sommer-Bundesjugendspiele im Mai/Juni

- Verabschiedungsfeier der 6. Klassen am letzten Schultag vor den Sommerfe-rien

- Sport- und Spielfeste

Seit Jahrzehnten existiert an der Wald-Grundschule die Schülerzeitung Waldpost, die von Schülerinnen und Schülern der 5. und 6. Klassen für alle Kinder der Schule hergestellt wird. Die Waldpost erscheint 3x im Schuljahr mit aktuellen Schulthe-men, Interviews, Nachrichten u.a.


1.7. Arbeitsgemeinschaften (siehe Anlage)




1.8. PC-Ausstattung


Die Ausstattung de Wald-Grundschule für den IT-Unterricht ist sehr gut. Es gibt

einen Fachraum, in dem 16 PC über einen Internetanschluss verfügen. Die Ar-beitsplätze sind miteinander vernetzt und mit Flachbildschirmen, Head-Sets und DVD-Laufwerken ausgestattet. In ca. der Hälfte aller Klassenräume befinden sich zudem je zwei PC’s, die mit Ausnahme der Computer für die Klassen 5 und 6 aber keinen Internetzugang haben.

IT-Ausstattung:

PC: Geräte insgesamt: 49

davon nach Ausstattung: Mulimediafähige PC: 43

nicht multimediafähige PC: 6

davon nach Standort:

Fachraum Klassenraum mobiler Einsatz

31 18 1







2. Besonderheiten der Schule/ Organisation des Unterrichts


2.1. Früher Fremdsprachenbeginn ab Klasse 1

Ein besonderes Profil der Wald-Grundschule ist der frühe Fremdsprachenbeginn im Fach Englisch. Schon im Jahr 1993 gelang es im Rahmen des Schulversuchs „Schule in erweiterter Verantwortung“ Englisch ab der 3. Klasse anzubieten. Die-ses Angebot konnte im Jahr 1998 erweitert werden durch den Beginn des Eng-lischunterrichts ab Klasse 1 für alle Schülerinnen und Schüler im Umfang von 1-2 Wochenstunden, die epochal in die wöchentlichen Unterrichtssequenzen einge-baut werden. Das durch den frühen Fremdsprachenbeginn erforderliche schulin-terne Curriculum im Fach Englisch liegt vor.


2.2. Sportbetonung / Schwimmen ab Klasse 1

Die Wald-Grundschule ist seit dem Schuljahr 1989/1990 Grundschule mit sportbe-tonten Zügen. Zusätzlich zum normalen Unterricht gemäß der Stundentafel der Grundschule erhalten alle Jahrgänge von 1-6 zusätzlichen freiwilligen Sportunter-richt/Sportergänzungsunterricht. Das festgelegte Stundenkontingent der Senats-schulverwaltung für den zusätzlichen Sportunterricht beträgt insgesamt 14 Unter-richtsstunden und ist wie folgt auf die einzelnen Jahrgänge verteilt:

- Schulanfangsphase: 2 h

- Klasse 3: 3 h

- Klasse 4: 3 h

- Klasse 5: 3 h

- Klasse 6: 3 h

Die Inhalte des Sportergänzungsunterrichts orientieren sich an den Vorgaben des Berliner Rahmenlehrplanes, können aber insbesondere entsprechend der Qualifi-kationen der unterrichtenden Lehrkräfte auch im Freizeitbereich liegen (z.B. Ten-nis, Fechten, Skifahren, Klettern, Flag-Football u.a.).

Seit dem Schuljahr 2003/2004 liegt ein besonderer Schwerpunkt auf dem Erwerb von frühen Schwimmfertigkeiten. In Kooperation mit dem außerschulischen Part-ner „Wasserfreunde Spandau 04“ und mit Genehmigung der Senatsschulverwal-tung findet der Schwimmunterricht an der Wald-Grundschule schon ab der 1. Klas-se statt. Zusätzlich wird auch ab der 3. Klasse weiterhin Schwimmunterricht ange-boten, so dass alle Schülerinnen und Schüler für eine Dauer von insgesamt 2 Jah-ren qualifizierten Schwimmunterricht erhalten.


2.3. Schulgarten

Das weiträumige Gelände der Wald-Grundschule beinhaltet einen ca. 2.000 m² großen Schulgarten, der traditionell als Erfahrungs- und Lernort genutzt wird. Der Schulgarten leistet einen besonderen Beitrag zur Nutzung des Schulgeländes als naturnahen und erlebnisorientierten Raum zum Leben und Lernen, der für die Schülerinnen und Schüler verschiedenste Erfahrungsräume für projektorientiertes und fächerübergreifendes Lernen bietet:


- Erhalt und Pflege des Schulgartens mit dem Erwerb von

Handlungskompetenzen

- Einschätzung der Bedeutung des Schulgartens als „Ruheoase“ der Wald-Grundschule

- Eigenverantwortliche Arbeit im Schulgarten für die Erhaltung von Lebensräu-men für Pflanzen und Tiere

- Anpflanzen und Ernten, praktische Umsetzung der Rahmenlehrpläne

- Erwerb von sozialer Kompetenz


2.4. Schwerpunktbildung in den Klassen 5 und 6 (WUV)

Die Schwerpunktbildung gemäß Stundentafel der Grundschulverordnung orientiert sich am Leitbild der Wald-Grundschule, das dem sportlichen, sprachlichen und na-turnahen Aspekt besondere Bedeutung beimisst. Dementsprechend sind die zwei-stündigen wöchentlichen Schwerpunktstunden, die von den Schülerinnen und Schülern frei gewählt werden können (verpflichtend für 1 Jahr) wie folgt festgelegt:


a. Sprache: Latein (in Zusammenarbeit mit der Wald-Oberschule

Englisch

Französisch


b. Sport: Lifetimesport im Schuljahr

Tanztheater 06/07


c. Natur Naturwissenschaften im Schulgarten



Die Schüler- und Schülerinnenzahl liegt pro eingerichtetem Wahlpflichtkurs (Schwerpunktbildung) bei ca. 18 um einen effektiven und projektorientierten Unter-richt zu ermöglichen. Die Zusammensetzung der Kurse kann jahrgangsübergrei-fend erfolgen.


2.5. Äußere Differenzierung in Klasse 5/6

Unter Berücksichtigung des besonderen Einzugsbereiches der Wald-Grundschule (Westend/Eichkamp) mit mehrheitlich bildungsnahen Elternhäusern findet in den Klassen 5 und 6 in Anlehnung an das Schulgesetz (§14) eine äußere Differenzie-rung in den Fächern Englisch (nur in Klasse 6), Deutsch und Mathematik statt. (siehe auch Förderkonzept).

In den jeweils einstündigen Differenzierungsstunden werden durch Auswahlent-scheidungen in den Klassenkonferenzen die leistungsstärksten Schülerinnen und Schüler im anspruchsvolleren Bereich der Rahmenlehrplanvorhaben des entspre-chenden Faches gefordert. Die Differenzierungsstunden finden parallel zum Re-gelunterricht der Klassenverbände statt. Die Teilnahme an der äußeren Differen-zierung hat keinen Einfluss auf die Grundschulempfehlungen zum Übergang zur Oberschule.


2.6. Förderkonzept

2.6.1. Voraussetzung:

Fortbildung der Kolleginnen und Kollegen in den Bereichen Förderdiagnostik (1/2 Jahr 1 Verwaltungsstunde), Lese-Rechtschreibschwäche, Hochbegabung und Förderbedarf in den Klassen 1-3.

Zuständigkeit:

Lese- Rechtschreibschwäche - Fr. Boberg

Hochbegabung - Fr. Schützsack / Herr Janke

Förderdiagnostik - Fr. Schützsack / Fr. Boberg

Förderbedarf in den Klassen 1-3 - Fr. Weber (D ,Ma, Sk)

Aufgaben der Klassenkonferenzen:

Verantwortung: Klassenlehrerin

Ermittlung der Kinder mit Förderbedarf

(alle benennen ihre Förderkinder)

Anschaffung von Material:

Hamburger Schreibprobe

Ort: Fach von Fr. Boberg


2.6.2. Beratung sonderpädagogischer Schwerpunkt

Hier erfolgt die pädagogische und fachliche Unterstützung durch die Sonderpäda-gogin Frau Schnelle ,sie berät die Lehrkräfte in diesem Bereich und bespricht prak-tische Maßnahmen zur Umsetzung für das Kind in der Klasse.


2.6.3. Organisatorische Maßnahmen / Einsatz Förderstunden

- z.B. Förderstundenpool für die Flex:

Donnerstag, Freitag ist jeweils die 6. Std. Förderunterricht

Förderunterricht für alle ermittelten Kinder

- z.B. 4 Stunden werden grundsätzlich festgelegt für Leistungsdiagnostik

(Tests, Materialbeschaffung)

- Förderband vor oder nach dem Unterricht (in 06/07 schon umgesetzt im Stun-denplan)

Folgende Grundsätze werden für Fördermaßnahmen im Unterricht empfohlen:

- spezielle Leistungsangebote

- Arbeit in leistungsdifferenzierten Kleingruppen

- Training von Arbeitstechniken und Lernmethoden

- Einbeziehen leistungsstärkerer Schülerinnen und Schüler um

Leistungsschwächeren gezielt zu helfen

- Kompetenzerweiterung durch praxisorientierte Unterrichtsformen und fächer-übergreifendes Lernen


2.6.4. Einsatz der Erzieherinnen und Erzieher

Erzieherinnen und Erzieher können und sollen im Rahmen ihrer 10 Stunden in der Schulanfangsphase bei der Förderung der Lernschwachen- und Lernstarken un-terstützend und auch eigenständig mitwirken.


2.6.5. Äußere Differenzierung


Die äußere Leistungsdifferenzierung in den Klassen 5 und 6 in den Fächern Eng-lisch (nur in 6), Mathematik und Deutsch im Umfang von einer Wochenstunde bleibt erhalten.


2.7. Waldschulnachmittag/ offener Ganztagsbereich

Die Wald-Grundschule gewährleistet eine verlässliche Öffnungszeit von 7.30 Uhr - 13.30 Uhr (Verlässliche Halbtagsgrundschule, §25 GVOrd). Weiterhin bietet die Wald-Grundschule einen in über 40-jähriger Tradition gewachsenen „Waldschul-nachmittag“ mit ergänzender Betreuung für Kinder berufstätiger Eltern an (Ganz-tagsgrundschule in offener Form, § 26, GVOrd). Die pädagogische Besonderheit des Waldschulnachmittags liegt in der ständigen Nutzung des Waldgeländes im Freizeitbereich mit gruppenoffenen Angeboten.


2.8. Schülerfahrten / Schüleraustausch

Unter Berücksichtigung personeller und organisatorischer Bedingungen finden in den unterschiedlichsten Jahrgängen zur Stärkung der Klassengemeinschaft re-gelmäßige Schülerfahrten an der Wald-Grundschule statt. Im Besonderen hervor-zuheben ist der seit über 10 Jahren bestehende Schüleraustausch mit der polni-schen Schule in Zielona Gora und die Ski-Schülerfahrten nach Niederau in Öster-reich.

Jeweils einmal im Schuljahr findet ein bewährter Schüleraustausch der 5. oder 6. Klassen mit polnischen Kindern statt. Schüler und Schülerinnen der Wald-Grundschule wohnen eine Woche bei polnischen Gastfamilien, im folgenden Jahr sind die polnischen Kinder Gäste der Familien der Wald-Grundschule.

Die traditionelle Sportbetonung spiegelt sich in der festen Einrichtung von Ski-Schülerfahrten der Jahrgangsstufe 5 wieder. Die Skifahrt führt jedes Jahr nach Niederau (Österreich) und bietet den ca. 75 Schülerinnen und Schülern die

außergewöhnliche Möglichkeit, Naturerlebnisse in den Bergen zu sammeln und klassenübergreifende Sozialkontakte zu bilden.



3. Bestandsanalyse der Qualität der schulischen Prozesse


3.1. Bestandsanalyse der Wald

Im Rahmen der Schulprogrammentwicklung wurden im Jahr 2005 Eltern, Schüle-rinnen und Schüler und Lehrkräfte befragt. Die Erhebungen zielten darauf ab, ein repräsentatives Meinungsbild aller am Schulleben Beteiligten zu erhalten, Stärken und Schwächen zu erkennen und daraus Ziele und Entwicklungsvorhaben für die Schule zu erarbeiten.

Elternbefragung

Über 75% der Elternfragebögen sind zurückgekommen. Damit ist eine repräsenta-tive Erhebung gewährleistet. Zum Erscheinungsbild der Schule wurde festge-stellt, dass sich 99% der Schüler auf dem Schulgelände wohl fühlen und die guten Möglichkeiten, die Pausen zu verbringen, schätzen. Auch die Zufriedenheit mit den Schulgebäuden und den für den Unterricht zur Verfügung gestellten Materialien liegt bei ca. 80%.

Einzig der Zustand der sanitären Anlagen wird bemängelt und bedarf nach Auffas-sung der Eltern einer dringenden Renovierung.

Mit dem Unterricht sind fast alle Eltern (90%) vollauf zufrieden. Die Notwendigkeit zur Verbesserung sehen sie nur im Bereich der individuellen Förderungen, sowohl der leistungsstarken als auch der leistungsschwachen Schüler.

Etwa 25% der befragten Eltern könnten sich einen vermehrten Einsatz des Com-puters im Unterricht vorstellen.

Auch die vielseitigen Aktivitäten der Schule werden von den Eltern geschätzt und anerkannt. Das große Engagement der Lehrerinnen und Lehrer wird von der gro-ßen Mehrheit der Eltern anerkannt (92%). Besonders positiv wird die Kommunika-tion zwischen Eltern und Sekretariat (94%), Schulleitung und Lehrerinnen und Lehrer (86%) beurteilt. Konflikte und Probleme werden gemeinsam gelöst, wobei auch Kritik willkommen ist.

Die soziale Kompetenz der Lehrerinnen und Lehrer zeigt sich auch darin, dass mehr als 75% der Eltern bei schulischen Problemen mit der Unterstützung durch die Lehrkräfte zufrieden sind. Besonders hervorzuheben ist der freundliche und vertrauensvolle Umgang zwischen Schülerinnen und Schülern sowie Lehrerinnen und Lehrern (90%). Auch wenn Konflikte vorkommen, sind 80% der Eltern der Meinung, dass die Schülerinnen und Schüler freundlich und rücksichtsvoll mitein-ander umgehen. Dabei wird von den Eltern anerkannt, dass die Lehrkräfte auf das Einhalten von Regeln achten (96%).

Die Zufriedenheit mit der Schule drückt sich dadurch aus, dass jeweils über 90% der Eltern froh sind, dass ihr Kind an dieser Schule ist und meinen, dass es diese gerne besucht.

Schülerbefragung

Über 88% der Schülerinnen und Schüler haben an der Befragung teilgenommen. Die Schülerfragebögen wurden nach Jahrgängen differenziert ausgewertet. Dabei wurden die Vorklassen und die ersten beiden Klassenstufen zusammengefasst sowie die Klassenstufen 3 bis 6. Es gab geringfügige Unterschiede in den Pro-zentzahlen, doch die Tendenzen waren in allen Klassenstufen gleich.

Eine große Mehrheit der Schülerinnen und Schüler geht gerne zur Schule. Dabei spricht für diese Schule, dass weniger als 4% lieber auf eine andere Schule gehen würden. Das Schulgelände wird besonders positiv bewertet (ca. 85%), die Toilet-ten dagegen bemängelt (ca. 70%). Klassenraum, Schulgarten, Sportfeste, Musik-aufführungen, Kunstprojekte, Spielgeräte und Sporthalle sind sehr beliebt. Die meisten Schülerinnen und Schüler finden die Lehrer freundlich, hilfsbereit und ge-recht und bescheinigen ihnen, dass sie die Regeln, die für sie gelten ebenso ein-halten, fühlen sich aber dennoch manchmal ungerecht behandelt. Die gute Beurteilung des sozialen Klimas an der Schule durch die Eltern deckt sich mit den Aussagen der Schülerinnen und Schüler.

Lehrerbefragung

80% der Lehrerinnen und Lehrer haben sich an der Umfrage beteiligt. Dabei ging es einerseits um eine Beurteilung der Schule und andererseits um die angewand-ten eigenen Lehrmethoden.

Die Leistungen, die die Schule erbringt, werden überwiegend mit gut, teilweise sehr gut eingeschätzt. Eine Mehrheit sieht allerdings Schwächen bei der Förde-rung von leistungsschwachen und leistungsstarken Schülern. Positiv fällt die Me-thodenvielfalt an unserer Schule auf, ebenso wie der regelmäßige Einsatz unter-schiedlicher Medien im Unterricht. Dennoch bleibt auch festzustellen, dass der Umgang mit neuen Medien (Computer, Beamer ...) verstärkt Einzug in den Unter-richt finden soll und Medienkompetenzen bei Schülerinnen und Schülern und bei den Lehrkräften ausgeprägter sein könnten.

Der Bedeutung der Methodenvielfalt im Unterricht wird besondere Bedeutung bei-gemessen und deren Erwerb als Voraussetzung für guten Unterricht gesehen.


3.1.1. Schulische Daten zu erzielten Ergebnissen der Schülerinnen und

Schüler

Die Wald-Grundschule erzielte sowohl bei den Orientierungsarbeiten der Klasse 2 als auch bei den Vergleichsarbeiten der vierten Klassen durchweg herausragende Ergebnisse, die signifikant über den regionalen und berlinweiten Durchschnittswer-ten liegen.


3.1.2. Ergebnisse der Orientierungsarbeiten (Klasse 2) aus 2005

Im Bereich der Orientierungsarbeiten Klasse 2 liegt der Anteil der durchschnittli-chen und starken bzw. schnellen Rechner/Leser zwischen 14 % und 23 % über dem landesweiten Durchschnitt und zwischen 10 % und 17 % über dem regionalen Durchschnitt. Dabei liegen in den Bereichen Mathematik und Deutsch/Leseverständnis die Anteile der durchschnittlichen und starken Rech-ner/Leser bei jeweils 95,1 %. Der Anteil der durchschnittlichen und schnellen Leser im Bereich Deutsch/Lesegeschwindigkeit liegt bei 82,9 %


3.1.3. Ergebnisse der Vergleichsarbeiten (Klasse 4) aus 2005

Bei den Vergleichsarbeiten Klasse 4 erreichen 95 % der Schüler/innen im Bereich Mathematik/Arithmetik die Fähigkeitsniveaus 2 und 3 (18 % über dem landeswei-ten Durchschnitt), im Bereich Mathematik/Geometrie sind es ebenfalls 95 % (28 % über dem Landesdurchschnitt) und im Bereich Mathematik/Sachrechnen erreich-ten 70 % der Schüler/innen diese Fähigkeitsniveaus (17 % über dem Landes-durchschnitt). Im Fach Deutsch erreichten 83 % der Schüler/innen die Fähigkeits-niveaus 2 und 3 (23 % über dem Landesdurchschnitt).


3.2. Ist- Zustand in den Bereichen


3.2.1. Unterrichtsentwicklung


Die Bestandsanalyse in 3.1. ergab im unterrichtlichen Bereich kein vorherrschen-des methodisch-didaktisches Prinzip. Eine große Methodenvielfalt wechselt mit Frontalunterricht, der Unterricht wird mehrheitlich als abwechslungsreich und inte-ressant gesehen. Dennoch wird eine erweiterte Methodenkompetenz des Kollegi-ums befürwortet. Der Bereich Schulgarten mit der Situation insbesondere in den Unterrichtsfächern Naturwissenschaften und Sachkunde muss optimiert werden und wird als Entwicklungsziel festgelegt. Differenzierungs- und Fördermaßnahmen entsprachen den bisherigen Voraussetzungen der Schülerinnen und Schüler, den neuen Anforderungen muss aber durch die Überarbeitung des Förderkonzepts entsprochen werden (Förderkonzept liegt vor, siehe 2.6.).

Der Einsatz neuer Medien unter Nutzung des Computerraumes kann gemäß Be-standsanalyse regelmäßiger erfolgen. Die allgemeine Situation in den Unterrichts-fächern ist ohne Beanstandung.


3.2.2. Organisationsentwicklung

Die Teamarbeit der Lehrkräfte wird positiv beurteilt. Die Kommunikation aller am Schulleben Beteiligter kann insbesondere nach Auffassung der Eltern verbessert werden. Dem ist schon durch ein Handlungsmuster zur Kommunikation zwischen Schule und Elternhaus entsprochen worden (siehe Anlage).

Die allgemeine Unterrichtsorganisation ist ohne Beanstandung.



3.2.3. Personalentwicklung

Im Bereich Personalentwicklung sollte das schulinterne Fortbildungskonzept an die neuen schulischen Anforderungen angepasst werden.


3.2.4. Erziehung und Schulleben

In diesem Bereich besteht auf Grund der positiven Ergebnisse in der Bestandsana-lyse z. Zt. kein Entwicklungsbedarf.



4. Leitbild der Wald-Grundschule Berlin


1. Natur erleben

In unserer Schule findet das Lernen in der Natur, an der Natur und mit der Natur statt.

Wir sind stolz auf unser einmaliges Waldgelände. Seine offene, großzügige Anlage fördert das friedliche, kooperative und faire Zusammenwirken aller am Schulleben Beteiligten.

Die Pflege und Erhaltung unseres Geländes hat oberste Priorität und spiegelt sich in der traditionellen Schulgartenarbeit wider.


2. Werte erfahren

Wir wollen Werte wie Toleranz und Respekt nicht nur abstrakt vermitteln, sondern im Schulalltag vorleben und erfahrbar machen.

Hier sollen alle gern zur Schule gehen und sich wohl fühlen. Die Achtung von Re-geln und die Wertschätzung aller am Schulleben Beteiligten sind eine Selbstver-ständlichkeit.


3. Teamgeist fördern

Wir verstehen uns als ein starkes Team. Unser Erfolg hängt davon ab, dass alle Beteiligten – Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler und Eltern – offen und respekt-voll miteinander umgehen und zusammenarbeiten.


4. Tradition und bewährte Profile erhalten

Für uns sind das Festhalten an Bewährtem und das Entwickeln von Neuem keine Gegensätze. Ständige pädagogische Innovation ist seit über 100 Jahren die Tradi-tion unserer Schule. Besonderes Gewicht wird hier auf die Erhaltung der in vielen Jahrzehnten geprägten Profile in den Bereichen des Sports, des frühen Fremd-sprachenlernens und des Waldnachmittags gelegt.


5. Kreativität anregen

Unser Ziel ist, die Individualität und die Talente der Schülerinnen und Schüler nach allen Seiten zu fördern und zu stärken.




6. Umfassende Bildung

Wir haben den ganzen Menschen im Blick. Effektives Lernen bedeutet umfassen-de Bildung, den Erwerb von Wissen, aber auch die Aneignung methodischer und sozialer Kompetenzen.


7. Lernen lernen

Wir wollen unsere Schüler für die Zukunft fit machen. Darum gilt es heute mehr denn je – für Lehrer und Lehrerinnen genauso wie für Schüler und Schülerinnen – das Lernen zu lernen.


8. Persönlichkeiten bilden

Die Wald-Grundschule will ein ermutigender, ganztägiger Lebens-, Bewegungs- und Lernraum sein. Sie öffnet sich ihrer Umwelt und ihren Anforderungen und bil-det leistungswillige, selbstbewusste und kompetente Persönlichkeiten aus.



5. Entwicklungsvorhaben und Ziele

Unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Bestandsanalyse, des ermittelten Ist- Zustandes und der externen Evaluation (Schulinspektion im März 2006) werden folgende Entwicklungsziele festgelegt, die in den nächsten Gliederungspunkten nach SMART inhaltlich und tabellarisch aufgeführt sind.


5.1. Personalentwicklungskonzept / Fortbildungsbedarf und -planung

(siehe Tabelle 5.1 A, B und C)


5.2. Unterrichtsentwicklung im Bereich Schulgarten

(siehe Tabelle 5.2)



6. Zeit- und Maßnahmenplan für die Realisierung der Entwicklungsvor-

haben

Ein detaillierter Zeit- und Maßnahmenplan ist der tabellarischen Auflistung im Glie-derungspunkt Entwicklungsvorhaben zu entnehmen. Allgemein kann zusammen-gefasst werden, dass für die Entwicklungsziele „Schulgarten“ und „Medienkompe-tenz“ ein Jahr, für die Entwicklungsziele „Fortbildungskonzept und Methodenkom-petenz“ zwei Jahre veranschlagt werden.


7. Pädagogische und organisatorische Schwerpunktsetzungen

Zusammenfassend liegen die wichtigsten pädagogischen und organisatorischen Schwerpunktsetzungen in dem Bereich Sportbetonung, früher Fremdsprachenbe-ginn ab Klasse 1 und Schulgartenarbeit. Die Schwerpunktsetzungen Sportbeto-nung und früher Fremdsprachenbeginn beinhalten teilweise eine Abweichung von der Stundentafel (vgl. §14 Abs. 4 Schulgesetz).

Sportbetonung: Klasse 1-2, jeweils eine zusätzliche Sportstunde pro Jahrgang

Klasse 3-6, jeweils drei zusätzliche Sportstunden pro Jahrgang

Die Organisation entspricht den damaligen Regelungen der Senatsschulverwal-tung „Grundschule mit sportbetonten Zügen“.

Früher Fremdsprachenbeginn in Englisch ab Klasse 1:

In die Unterrichtsstunden der normalen Stundentafel der Schulanfangsphase der Jahrgänge 1 und 2 werden pro Woche ein bis zwei Englischstunden integriert. Je nach Klassensituation wird der Englischunterricht entweder vom Klassen- oder Fachlehrer erteilt. Der Englischunterricht kann epochal, aber auch in einer gesam-ten Unterrichtsstunde stattfinden.

Der Schulgarten mit seinen pädagogischen Zielen wird organisatorisch und inhalt-lich hauptsächlich in den Sachkunde- und Naturwissenschaftsunterricht integriert.



8. Interne und externe Evaluation

Die externe Evaluation (Schulinspektion) erfolgte im März 2006 durch freiwillige Meldung der Wald-Grundschule. Die Ergebnisse lagen durchweg im positiven Be-reich. Ein Konzept zur regelmäßigen internen Evaluation wird zur Zeit erarbeitet. Favorisiert wird die schriftliche Befragung durch Fragebögen und Interviews mit ei-ner repräsentativen Teilnehmerzahl aller am Schulleben Beteiligten. Diese Form der internen Evaluation, die im Sommer 2005 an der Wald-Grundschule durchge-führt wurde, hat sich nach mehrheitlicher Auffassung der schulischen Gremien ausdrücklich bewährt.



Wald-Grundschule

Arbeitsgemeinschaften

Schuljahr 2006/2007


Montag Name Uhrzeit





Dienstag Name Uhrzeit





Mittwoch Name Uhrzeit





Donnerstag Name Uhrzeit





Freitag Name Uhrzeit






Bitte beachten:

Die Kinder sind nach Unterrichtsschluss und vor Beginn der AG’s nicht beaufsichtigt.

Wie bitten bei aktuellen Anlässen (Ausfall, Terminänderung) den Tagesaushang an der Tafel vor dem Sekretariat zu beachten.

Wir bitten Sie, sich bei gewünschter Aufnahme direkt mit der AG-Leitung am vorgege-benen Termin in Verbindung zu setzen.

gez. Wolter


Fragebögen zur internen Evaluation


Der Schulgarten

Konzept zur Nutzung und Pflege des Schulgartens

Natur erleben

„In unserer Schule findet das Lernen in der Natur, an der Natur und

mit der Natur statt. Wir sind stolz auf unser einmaliges Waldgelände.

Die Pflege und Erhaltung unseres Geländes hat oberste Priorität.“

(Zitat aus dem neuen Leitbild der Wald-Grundschule, Leitbild Nr. 1)


Der Schulgarten unserer Schule hat eine wichtige Bedeutung sowohl für das Profil der Schule als auch im Leitbild des Schulprogramms. Dieser Positionierung soll im Unter-richt und im außerunterrichtlichen Bereich, dem Schulleben, Rechnung getragen wer-den. Damit im Schulgarten Unterricht und Projekte stattfinden können, muss der Schulgarten gepflegt werden. Er soll in einem Zustand gehalten werden, dass die Nutzung im Unterricht unproblematisch ist. Es ergeben sich deshalb zwei Bereiche innerhalb des Konzepts, die im Folgenden vorgestellt werden.


Bereich I: Pflege des Schulgartens und Schulleben im und mit dem Schulgarten

1. Ziel:

Die Pflegewoche des Schulgartens wird in der Verantwortung der Klassenlehr-kräfte auf der Basis eines vorgegebenen Pflegeplans durchgeführt und im Klas-sengartenbuch dokumentiert.

Die Pflege des Schulgartens wird allen Schülern gleichermaßen übertragen. Nach einem Plan, entsprechend der Schulhofreinigung, wird jede Klasse in ca. 1 Woche im Jahr Pflegearbeiten im Schulgarten durchführen. Die Verantwortung, dass die Klasse die Arbeiten wahrnimmt, liegt beim Klassenlehrer. Die Zusammenarbeit mit den Sach-kunde- und Nawi-Lehrern ist möglich und wünschenswert. Was zu tun ist, wird mit Hilfe eines Plans beschrieben. So wird das Prinzip dann über Multiplikatoren festge-legt und durchgeführt.

Im täglichen Unterricht während der Pflegewoche bekommt der Schulgarten eine he-rausgehobene Stellung. In mehreren Stunden der Woche können ganze Klassen, Tei-lungsgruppen oder einige Schülerinnen und Schüler unter Betreuung durch Lehrkräf-te, Erzieherinnen und Erzieher oder Eltern die Arbeiten im Schulgarten machen. Die notwendige Arbeitszeit wird bei regelmäßiger Arbeit relativ gering sein.

Die Arbeiten werden sowohl im Klassengartenbuch (KGB), das jede Klasse für sich führt, als auch im Gartenjahrbuch (GJB) dokumentiert, das wie ein Klassenbuch stichwortartig geführt wird und im Haus 4 liegt. (Datum, Klasse, erledigte Arbeiten, Kürzel).



Beispiele für Pflegearbeiten im Winter:

Þ Laub harken

Þ Schnitt ( mit Anleitung bzw. Kennzeichnung)

Þ Beetvorbereitung

Þ Ausgraben von Ahorn und Traubenkirschen rund um den Teich

Þ Loch graben für einen 2. Teich (wg. natürlicher Verlandung des 1.Teiches)

Þ Kräuterspirale pflegen

Þ Schilder für einzelne Pflanzen anfertigen

Þ Beete umgraben, Gründüngung und mit Eichenlaub bedecken

Þ Kiefer und Traubenkirsche beim Glashaus ausgraben

Þ Kompost sieben und auf den Beeten verteilen


2. Ziel:

Der Schulgarten wird im Schulleben etabliert, indem vielfältige Angebote und Aktivitäten im Schulgarten durchgeführt werden. Auch diese werden im Klas-sengartenbuch dokumentiert.

Der Schulgarten soll als Erlebnis- und Lebensraum mehr genutzt werden. Im Schul-garten könnten folgende Aktivitäten stattfinden:

Þ Klassenfeste

Þ Schulfeste

Þ Lesen

Þ Kunst

Þ Arbeitsgemeinschaften

Þ Musik

Þ Halloween

Þ Schreibanlässe finden, Beobachtungen

Þ Hasenstall

Alle Aktivitäten werden im Klassengartenbuch in Form von kurzen Eintragungen, Bil-dern, Fotos, Zeichnungen, Beschreibungen, Geschichten oder anders dokumentiert.


Bereich II: Schulgartenarbeit nach Rahmenplan Sachkunde und Naturwissen-schaften und Projektarbeit

Ziel:

Die Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit im Schulgarten sachkund-liche und naturwissenschaftliche Inhalte handlungsorientiert zu erarbeiten. Die Arbeiten werden im Sachkunde- und Naturwissenschaftenhefter, im Klassengar-tenbuch und im Gartenjahrbuch dokumentiert.

Für die unterrichtliche Nutzung des Schulgartens werden durch die Sachkunde- und die Naturwissenschaften-Fachkonferenzen die Themen aus den Rahmenplänen her-ausgesucht, die im Schulgarten bearbeitet werden können. Die Themen werden den Klassenstufen zugeordnet. Zur inhaltlichen Unterfütterung der Aktivitäten werden zu allen Themen Informationsmaterialien zusammengestellt, die für alle zugänglich sind. Darin können auch methodische Hinweise und Ideen enthalten sein.

In einem Raum der VHG werden die Materialien, Bücher, Arbeitsblätter und alle ande-ren Informationsmaterialien, auch Lupengläser etc. gesammelt. Die Sammlung wird von der FK Sachkunde betreut. Alle Kollegen, die Material zu den Themen haben, stellen es der Sammlung zur Verfügung, damit die Unterrichtsvorbereitungen mög-lichst unaufwändig sind.

In diesem Raum können auch parallel zur Gartenarbeit die schriftlichen Arbeiten, Do-kumentationen, Zeichnungen angefertigt werden und es kann in räumlicher Nähe zum Schulgarten in Teilungsgruppenarbeit gearbeitet werden.

Beispiele für Projekte für die unterrichtliche Nutzung des Schulgartens:

Þ Teich: Artenschutz, Artenbeobachtung (z.B. Molche, Kröten, Frösche)

Þ Kräuterspirale: Anpflanzen, mit allen Sinnen erfassen, essen

Þ Loch: Bodenprofil erkennen, mit dem Spaten abstechen: A-Horizont: Humus,

B-Horizont: Übergang, C-Horizont: Ausgangsgestein: Sand;

Þ in verschiedenen Boden Pflanzen ziehen, beobachten

Þ Beobachtungshaus ( Rohre für Beobachtung einsetzen)

Þ Komposthaufen für Kürbisse setzen, Flechtzaun dafür bauen

Þ Beet bepflanzen ( Kartoffeln, Blumen, Gemüse …)

Þ Experimentierbeet nutzen für kurzzeitige Beobachtungen und Vergleiche


Evaluation und Zeitplan

Alle Arbeiten im Schulgarten werden dokumentiert, zum einen in den Klassengarten-büchern, zum anderen im Gartenjahrbuch. Das Schulgartenjahr beginnt und endet im Winter. Dann wird jeweils eine Bestandsaufnahme gemacht. Dazu werden die Klas-sengartenbücher und das Gartenjahrbuch herangezogen. Es kann eine Ausstellung entstehen.

Das erste Schulgartenjahr mit diesem Konzept kann im Januar 2006 beginnen. Für den Aufbau der Materialsammlung, die Erprobung der Organisation und die Einübung der Tätigkeiten im Schulgarten wird ein Kalenderjahr veranschlagt. Im ersten Jahr soll-te eine deutliche Steigerung der Aktivitäten gegenüber dem gegenwärtigen Zustand im Schulgarten stattfinden. Im zweiten Jahr sollte die Umsetzung des Konzepts nach Überprüfung und Anpassung aufgrund der Erfahrungen im ersten Jahr mit Selbstver-ständlichkeit und Routine erfolgen.



Organisation, Stichworte, Maßnahmen

Die SK-Themenliste laut Rahmenplan wird von Frau Malinowski erarbeitet.

Die Nawi-Themenliste wird von der Nawi-FK erarbeitet.

Die Ausstattung des Raums in Haus 4 wird durch Herrn Streicher gemacht.

Die inhaltliche Sammlung macht das Kollegium.

Die Betreuung der Sammlung obliegt der SK-FK.

Der Pflegeplan (Organisation) wird von Frau Petersson erstellt.

Der Pflegeplan (inhaltlich) wird von der Sk-Fachkonferenz erstellt.

Hilfe bei Aktivitäten im Schulgarten bietet Herr Weber an.

Betreuungshilfe und Unterstützung bei Pflege und Projekten kann durch Teilungslehr-kräfte, Erzieherinnen und Erzieher und Eltern erfolgen.

Die Arbeiten werden im Gartenjahrbuch dokumentiert und mit der im Pflegeplan fol-genden Klasse kommuniziert.

Der Studientag im nächsten Schuljahr könnte unter dem Thema Schulgarten stehen (inhaltliche Arbeit zu einzelnen Themen, Arbeiten im Schulgarten, Konzepte kennen lernen, Kunst und Schulgarten, Möglichkeiten der Nutzung des Schulgartens in ande-ren Fächern).

Frau W. Danielsen, Lehrerin mit langjähriger Erfahrung in der Schulgartenarbeit, kann zu einem Vortrag eingeladen werden.

Der Freundeskreis besorgt weiteres Werkzeug und Becherlupen.

Im Schulgarten werden Sitzmöglichkeiten geschaffen.

Konzept erarbeitet von der SK-Fachkonferenz ( 2.11.05) und der AG- Schulgarten am Studientag (22.11.05):

Fr. Kohn, Fr. Felmberg, Fr. Thiel, Fr. Malinowski, Fr. Schäfer, Hr. Streicher, Hr. We-ber, Fr. Fleck, Fr. Petersson



Kommunikation zwischen Schule und Elternhaus


Die Schule gibt den Eltern zahlreiche Möglichkeiten, sich über wichtige Schuler-eignisse zu informieren und erwartet, dass sie das auch tun:

1. Elternsprechtag

2. Elternabende

3. Sprechstunde

Die Lehrkräfte bieten im vorgegebenen zeitlichen Rahmen klassenübergrei-fend individuelle Gespräche zu pädagogischen Fragestellungen an.

4. Telefonate

Jede Lehrkraft entscheidet individuell, ob sie ihre Privatnummer an die Eltern weitergibt oder nicht.

5. Informationszettel von der Schule

Zur besseren Kontrolle sollten diese mit Namen der Schüler versehen wer-den.

6. Telefonkette / E-Mail – Verteilerkette

Auch die Leitungen der Arbeitsgemeinschaften sollen für kurzfristige Mittei-lungen diese Informationswege nutzen.

7. Waldpost

Eine feste Seite informiert regelmäßig über Veranstaltungen.

8. Schaukasten

Hier werden wichtige Informationen, z.B. über Arbeitsgemeinschaften, Krank-heiten usw. bekannt gegeben.

9. Schautafel

Der Tafel vor dem Sekretariat können wichtige Tagesnachrichten entnommen werden.

10. Website (Internetadresse)

11. Bildtafel

Diese zeigt die an der Schule unterrichtenden Lehrkräfte und gibt zusätzlich Auskunft über ihre Funktionen.

12. Elterncafe im Waldschulnachmittag